Regionale Erzeugnisse Figueres amb aspres (figueres estalonades)

Agrar- und Kulturlandschaft von „Figueres d'Ombra adormida" (Feigenbäume im Schatten schlafend), wie der ibizenkische Dichter Marià Villangómez schrieb

Die Feigenbäume wachsen mit Hilfe von Techniken, die es erlauben, sich auszubreiten ohne die Krone zu weit von der Muttererde zu entfernen. Unter anderem sind die Feigenbäume, die als Na Blanqueta de Can Mestre bekannt sind, hervorzuheben. Die Feigenbäume finden sich an verschiedenen Orten auf der Insel.

Die genetische Ingenieurskunst der Bauern hat im Laufe der Jahrhunderte erreicht, eine Vielzahl an unterschiedlichen Feigenbäumen (mehr als fünfzig auf den Balearen) durch deren Blätter, aber besonders deren Früchte zu unterscheiden. Je nach Merkmalen wird in verschiedene Gruppen eingeteilt. 

So spricht man etwa - in Abhängigkeit der Erntezeit - von frühen Feigen (die Brevas-Feigen) und von den im August und im Winter geernteten. In Abhängigkeit von ihrem Endzweck; zum menschlichen Verzehr, um sie zu trocknen und für den Winter zu konservieren und für die Tiere. Um größere Bäume zu züchten, mit einem weiter ausgedehnten Geäst im Vergleich zur Höhe, um die Ernte zu erleichtern, hilft man den Bäumen, indem man sich mit Stützpfählen (estalonant) behilft, damit die Zweige über dem Boden hängen bleiben. 

So wird eine größere Ausbeute pro Baum erzielt und gleichzeitig wird unter ihnen Schatten gespendet, der gern vom Vieh genutzt wird. So sind die Feigenbäume ein typisches Element der Landschaft auf Formentera.
Auf Formentera, zwischen all den Feigenbäumen, hebt sich ein Eigenname hervor, Na Blanqueta de Can Mestre, der als eigenständige Baumart katalogisiert wurde. 

Diese Baumart findet man an der Straße von La Savina nach La Mola, die Abbiegung nach Es Còdol Foradat entlang und dann 300 m weiter nach links abbiegen. Das Gelände ist in privater Hand, man kann die Feigenbäume aber gut vom Weg aus sehen.